Einer der “Big Five” diesmal auf der Ostsee!
Man muss nicht in die Serengeti oder in den Zoo fahren um einen der „Big
Five“ zu erleben, nein, laut der Juli/August-Ausgabe des Sailing
Journals findet man ein Exemplar dieser Gattung dieses Jahr in der Ostsee:
Der Baltic Sprint Cup ist im Ranking der TOP 5 auf Platz 2 avanciert – Congratulation!
Aber er muss es erst beweisen, ob er diesen Titel auch nachhaltig bestätigt.
Auf dem besten Weg dahin ist er: 60 Anmeldungen mit zum Teil höchstkarätiger
Besetzung treten am 19. Juli am ersten Tag der 119. Travemünder
Woche den Kampf um den 710 Seemeilen langen Kurs über Karlskrona,
Klaipeda, Gdynia, Gdansk nach Rønne auf Bornholm an. In 4 Langetappen
und zwei „Round-the Buoys-Races“ in der Bucht von Gdansk
kämpfen 2 Divisions in insgesamt 4 Klassen um die 109 Preise, welche
im Laufe des Rundtörns zwischen den Siegen verteilt werden.
Die Crew der 32. „Yeoman“ aus der Aisher-Familie (Groß Britannien),
eine ganz heiße Rogers46, freut sich auf ihre Schwestern, die „Danebury“ aus
den British Virgin Islands und auf die „guts n glory“ (Deutschland),
die erst vor knapp einem Monat in ihr Element kam. „Outsider“ wird
diesen mit Sicherheit das Leben sehr schwer machen, genauso die „Scho-Ka-Kola“ und
viele andere mehr.
Der Veranstalter SAIL & RACE hat diversen Jugendcrews das (finanzielle)
Leben durch sogenannte „Youth-Crewfee-Reductions“ leicht
gemacht: Die „Luv“ hatte bereits spontan auf der hanseboot
im Oktober vergangenen Jahres gemeldet. Es folgten „Cool Running“, „Meu“ und
die „Norddeutsche Vermögen Hamburg“. Alles Yachten,
bei denen mindestens 50% der Besatzungen unter 25 Jahre alt sind – aber
bei fast allen wird dieses Alterslimit“ deutlich unterschritten.
Frauenpower an der Front: Drei „All-Female-Crews“ sind am
Start. Als mehrfache Wiederholungstäterin tritt die „TUI“ an,
gefolgt von der atlantikerfahrenen Crew der „KPMG“ und last
but not least die „DHH Cross Match“.
Zwei Firmencrews des Hauptsponsors, der Bank DnB NORD, Copenhagen treten
gegen zwei Firmencrews des Start-Up-Sponsors, der Firma SE Spezial Electronic,
an. Da aber in diesem „Companyvergleich“ in unterschiedlichen
Divisons gestartet wird, geht es hier nicht um das Gewinnen, sondern
um den Zusammenhalt sportlich ambitionierter Firmencrews. Mal sehen,
ob sich die beiden Chefs noch in Travemünde einen Funpreis ausdenken …..
Vermessungsmäßig das kleinste Schiff in der Flotte ist die „Feline“.
Sie wird die ähnlich großen Yachten, wie die „Longo
Mai“ und die „Flying Circus“ in der Cruiser-Klasse,
die unter ORC-Club segeln, antreiben. Eine bunte Palette von klein bis
groß tummelt sich in dieser Division: „Sinfonie Sylt“ als
größter Cruiser muss flott segeln, um ihren Handicapfaktor
herauszuholen. Diese Crew muss auf strammen Wind hoffen, um dem Potential
dieses Schiffes gerecht zu werden.
Bei den Racern, die nach der IRC-Formeln segeln, muss das größte
Schiff der Flotte, die 82 Fuß lange „Calypso“ richtig
schnell auf dem Parcours sein, damit die nicht minder schnellen „Hotties“ ihr
den Schneid nicht abkaufen.
Yachten aus 9 Nationen nehmen teil: Britisch Virgin Island, USA, Groß Britannien,
Norwegen, Schweden, Dänemark, Litauen, Polen und Deutschland. Ca.
500 Crewmitglieder kämpfen um die Ehre. Die Bürgermeister der
Häfen haben die Schirmherrschaft übernommen und freuen sich
auf den Event. Bernd Saxe, Bürgermeister der Stadt Lübeck,
und Wolfgang Tiefensee, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung,
werden den ersten Start in Travemünde geben.
Am 1. August, dem Tag des Final Show Downs in Rønne auf der dänischen
Ferieninsel Bornholm, wird der Schleier gelüftet, ob der Titel „No.2
of the TOP Five“ gerecht ist.
Weitere Info unter www.BalticSprintCup.com |