Lärm! Knarren, schwere Tritte an Deck, kurze Komandos reißen mich aus dem Schlaf. Ich springe in die Seestiefel und taumele verschlafen zum Niedergang. in gutroter Pracht steht der Topspi am Himmel. Das Speedo zeigt 10 Knoten. Steuerbord liegt die hohe, grüne Insel Bornholm. Alles Gut!
Weder voraus noch achteraus ist ein Schiff zu sehen. Ein weiteres gutes Zeichen. Bei der Regatta Rund Bornholm kann jeder selbst entscheiden, in welcher Richtung er um die Insel segelt. Normalerweise trifft man sich daher beim Runden der Insel. Wir haben die Runde im Uhrzeigersinn gewählt. Zum Beginn der Nacht waren wir das erste Schiff der Gruppe, die höher am Wind die Nordseite angesteuert haben.
Montag, 5.7.2010, 10 Uhr. Steuermannsbesprechung in Warnemünde. Wettfahrtleiter Uwe Wenzel macht uns Hoffnung: „Der Wind wird zunehmen, ich erwarte die ersten Schiffe schon in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch.” Ich segle an Bord der "Uijuijui", einer Rainbow 42. Unter dem Namen ”Roy” war das flache Boot mit dem hohen Aufbau mein Lieblingsgegner auf Elberegatten. Der neue Eigner Dr. Friedrich Hausmann hat das ohnehin schnelle Boot mit einem trendy "Fattopmain" und schlankeren Vorsegeln getunt. Ich soll mich vor allem um die Navigation kümmern, mein Debüt in dieser Funktion. Mit dabei ist daher mein MacBook mit einer zusätzlichen Windows-Installation und der Testversion der Navigations- und Yachtracing-Software "Expedition". Ein klasse Programm für Routenplanung unter Einbeziehung von Wetter- und Stromdaten. Auch die Polardaten, die optimalen Geschwindigkeiten des Bootes unter verschiedenen Windstärken und Einfallswinkeln können von der Software berücksichtigt werden.
Unter Berücksichtigung von Wetterdaten von Wetterwelt, Windfinder und Grip.US entscheiden wir uns, Hammerodde an der Nordspitze anzupeilen. So haben wir die Möglichkeit, möglichst lange im optimalen Geschwingkeitsbereich zu segeln. Zudem soll zur Rückwegszeit auf der schwedischen Seite der Wind auf West drehen, und im Süden auf Nordwest bleiben, so dass man auf einen Anlieger hoffen kann. Der Strom soll auf unserer Route auch länger mitlaufen.
Es geht los. Marco macht die Taktik, ich puzzle am Bord-GPS. Traumstart in Luv unserer Gruppe. Die Kreuz auf der Warnow ist eng. Kurz vor den Leuchttürmen auf der Mole kreuzt der Volvo 60 "Illbruck" unseren Weg. Das wird knapp, aber wir verlangen kein Raum, obwohl die ”Illbruck” auf Steuerbordbug segelt, denn das 19m Schiff würde uns wenige Minuten später sowieso wieder zum Wenden zwingen. Der Maxi hat an der Mole nicht genug Tiefe. Doch dann wendet das blaue Monster genau vor unserem Bug, Friedrich kann gerade noch eine Kollision durch starkes Anluven verhindern. "Protest! Kringeln." - Wir sind sauer, die fahren einfach weiter. Wir setzen die Protestflagge, trotzdem keine Reaktion. Wir werden protestieren. Kurz nach der Mole legen wir um, unter der Küste sollte der Seewind kräftiger sein.
Bei immer weiter abflauendem Wind kreuzen wir unter Land Richtung Nordosten. Querab Wustrow schleichen wir unter der Küste mit den letzten Resten des Windes voran. Nur der Volvo 60 "Illbruck", die Andrews 56 "Norddeutsche Vermögen" die RP56 "Scho-Ka-Kola" haben uns bisher überholt, aber treiben vor uns im Öl. Was wird nun passieren? Kommt der angesagte Westwind vielleicht früher? Ich bobachte die Kimm achteraus - und stutze: Am Horizont steht ein Spi, die Horizontlinie sieht dunkler aus. Wind! Wir wenden, und schleichen langsam Richtung See, nordwestwärts. Wir segeln sehr konzentriert. Jeder Meter Richtung Wind wird jetzt mit vielen Metern Richtung Ziel belohnt werden. Ca. 15 Minuten später wird es klar sichtbar, erste Windstriche lassen das glatte Wasser kräuseln, weitere Spi´s und Gennaker gehen auf unseren Verfolgern nach oben. Nun wenden auch die ersten Schiffe in Lee.
Als der Wind uns erreicht, setzen wir die Code 0. An der Kante des Windfeldes laufen wir auf See hinaus, höher als notwendig, denn in Lee will sich der Wind nicht recht durchsetzen. Immer wieder luven wir an, und überholen sogar die 3 großen Yachten in Lee, die nicht rechtzeitig Strecke auf See hinaus gemacht haben. Der Wind ist löchrig, und verpufft in Lee, so als würde ein Landwind gegen den Nordwest drücken.
Wir entscheiden, Höhe zu gewinnen, und lieber später unter Spi auf Bornholm abzufallen. Das Risiko eines Flautenlochs erscheint uns zu groß. Tatsächlich erwischt es die "Illbruck" Höhe Hiddensee in Lee, sie bleibt im Öl liegen, wir rauschen gut 2 Meilen in Luv mit 8-10 Knoten Speed vorbei, verfolgt von der "Black Jack", einer Swan 60.
Kontinuierlich wird der Wind stärker und raumt. Wir setzen den schweren Spi, und pflügen mit bis zu 14 Knoten durch die Ostsee. Es wird dunkel, die rauschende glitzert im Mondlicht. Ich steuere ein paar Stunden, und beim ersten Licht lege ich mich schlafen. Als ich wache werde, haben wir bereits Hammerodde passiert und fahren fast platt an der Nord-Ostküste Bornholms nach Süden. Sandvik, Gudjehm, Svanecke, bei den Namen denke ich an Sommerurlaub, Räucherfisch und frische Brötchen. Hier ist es nass, es regnet, und der Magen knurrt. Ich erinnere mich an die leckeren Käsebrote, die Markus gestern geschmiert hatte, und verziehe mich nach unten. 2 Brottüten und viele Scheiben Käse weiter sieht die Welt wieder freundlicher aus. Auch der Regen hat aufgehört. Zu unserer Freude passieren weit draußen die Norddeutsche Vermögen und die X 612 Solair. Die sind spät dran, wir haben schon mehr als die Hälfte der Strecke hinter uns. Im Schutze der Ostküste kommen uns weitere, kleinere Yachten entgegen, die Faurby 424 "Schlawutzi", die X119 "Temptation", und einige andere.
Hinter Dueodde beginnt die Kreuz und wir verlassen die Landabdeckung. Bei 14-16 Knoten Wind rumsen wir uns gen Nordwesten. Das wird ein langer Tag. Bornholm scheint einfach nicht kleiner zu werden, obwohl wir mit 7-8 Knoten und ca. 0,5 Knoten schiebenden Strom schnell voran kommen. Nach 3 Stunden wechseln wir auf die Genua 4, es hat konstant auf 20 Knoten Wind aufgefrischt und 10 Grad schlechter gedreht. Mittags dreht der Wind weiter nach West, wir müssen maximal hoch an den Wind und werden langsamer. Von hinten kommt die Swan 60 "Black Jack" auf und passiert uns 15 Uhr 30 einige Meilen vor dem Königsstuhl/Insel Rügen in Lee. Die müssen wir in der Nacht überholt haben. Der Wind wird weniger, wir wechseln auf die Genua 1. Dabei rutscht das Tuff-Luff ab, der Segelwechsel wird zur Qual und kostet mächtig Meter.
Die "Black Jack macht einen tiefen Schlag in die Tromper Wiek, wir bekommen unter einem Wolkenband einen Dreher und können fast Arkona anhalten. Damit fällt der Wellenschutz aus, und die serbische Dosensuppe in die Kombüse. Das sieht lecker aus, wie schon mal gegessen. Trotzdem schmeckt der Rest der heißen Suppe wie ein Gourmet-Menue. In Lee wandert die Black Jack aus, aber unsere Freude währt nur kurz, denn die Swan bekommt unter Land auf Steuerbordbug einen mächtigen Zieher. 1:1 - an Kap Arkone ist sie wieder vor uns. Wir kreuzen mit den Drehern an der Küste entlang. Bis Darßer Ort nehme ich eine Mütze Schlaf, gute 2 Stunden.
Mitternacht. In Lee blinkt der Leuchtturm am wieder geöffneten Nothafen Darßer Ort. Wir fallen ab und rauschen endlich wieder mit über 9 Knoten gen Warnemünde. Noch 30 Meilen. 10 Meilen vor Warnemünde raumt es weiter und flaut auf 12 Knoten Wind ab, wir setzen den Code 0 und beschleunigen teilweise auf über 10 Knoten, obwohl sich die Schot im Selftailer verfangen hat und wir mit einem ständig einfallenden Segel kämpfen. Knapp können wir die Mole anliegen und biegen in den Hafen ab. Um 3:28 passieren wir die Ziellinie. Wir freuen uns riesig, es ist geschafft.
In der Kajüte ist ALLES nass: Schlafsäcke, Polster, Karten, ... So ist an Schlaf im Boot nicht zu denken. Wir klaren auf, Florian holt an der Tanke Bier und Brötchen und erlebt echte Servicequlität: "14 Brötchen? Dann muss ich ja alles neu schmieren." 7 Brötchen bringt er mit, aber einen ganzen Kasten Bier. In der aufgehenden Sonne entspannen wir und legen uns dann an Deck zum Schlafen. Zwischendurch wache ich kurz auf und blicke in fragende Gesichter von dicklichen Kurgästen auf der Kaimauer über uns. Egal. Ich schlafe weiter.
Zum Aufwachen gibt es gute Nachrichten: In unserer Gruppe sind wir Erste. Zum Glück der "Illbruck" waren wir für den Protest zu müde. Zu unserem Glück sind wir berechnet weit vor dem berühmten Volvo 60. Die Bilder zum Rennen >>
Trivia, YQuem II und Sleipnir II gewinnen die Rolex Baltic Week
Die Gewinner der Rolex Baltic Week 2010 heißen „Trivia“, „YQuem II“ und „Sleipnir II“. Bei traumhaften, mediterranen Segelbedingungen auf der Kieler Förde fiel die letzte Entscheidung am Sonntag (4. Juli) im letzten Rennen des Robbe & Berking 12mR Sterling Cups, den die „Trivia“ des Hamburgers Wilfried Beeck hauchdünn für sich entschied. Beim Euro Cup der Achter siegte Jean Fabre, Eigner der modernen 8mR-Yacht „YQuem II“ aus Genf/Schweiz. Und der Robbe & Berking 6mR Sterling Cup bleibt bei Andreas Krause von der „Sleipnir II“ in Kiel.
23 klassische Yachten, eine schöner als die andere, schmückten für fünf Tage den alten Olympiahafen Düsternbroock vor dem gastgebenden Kieler Yacht-Club. Und am letzten Wettfahrttag segelten alle drei Bootsklassen auf der Innenbahn mit einer Wendemarke direkt vor der Hafenmole, so dass die teils fast hundertjährigen Legenden einzigartiger Bootsbaukunst von Kiels Schokoladenseite, dem Hindenburgufer in Aktion zu bewundern waren. Und nicht nur die Boote und Kiel, sondern auch das Wetter präsentierte sich in Höchstform. Sonne, Wärme, Wind – Karibikfeeling im Norden. Da gerieten die Manöver auf den kraftvollen Yachten zur Schwerstarbeit. Denn besonders bei den Zwölfern galt es, im Kampf um die Spitze keinen Millimeter zu verschenken. Und bis zum letzten Zieldurchgang der neun Rennen war der Ausgang völlig offen.
Die „Anitra“ von Josef Martin (Flensburg), die „Sphinx“ der Flensburger Eignergemeinschaft Gorm Gondesen und Jochen Frank sowie die „Trivia“ lieferten sich mit der dänischen Crew von Patrick Howaldt aus Kopenhagen auf der „Vanity V“ einen tagelangen Vierkampf um den Sieg beim Robbe & Berking 12mR Sterling Cup. Nachdem die Dänen um den von Weltrennen erfahrenen Taktiker Stig Westergaard mit einem Doppelsieg am ersten Tag vorlegte, schlug das deutsche Trio in den folgenden Tagen zurück. „Vanity V“ musste mehrere dritte und sogar einen fünften Rang verkraften, lag vor dem Finaltag lediglich in Lauerposition hinter der „Trivia“, die sich mit Carsten Kemmling einen matchraceerfahrenen Taktiker an Bord geholt hatte.
Das erste Rennen des Sonntags trieb die Spannung dann auf die Spitze. „Vanity V“ gelang mit einem Tagessieg der Sprung zurück an die Spitze, „Trivia“ patzte mit Platz vier, und die „Sphinx“ schob sich mit einem zweiten Platz noch in die Position, in den Titelkampf eingreifen zu können, während sich die „Anitra“ aus dem Rennen um die Spitze verabschiedete. In Matchrace-Manier hatten sich die „Trivia“ und die „Vanity V“ zum Finalrennen auf den Kurs begeben, mit Vorteil für die deutsche Crew an der ersten Tonne. „Im Vergleich zur ,Vanity‘ sah das sehr gut aus, aber plötzlich wurden wir von der ,Anitra’ bedrängt und mussten unsere Taktik umstellen“, berichtete „Trivia“-Steuermann Beeck. Denn an der Spitze des Feldes hatte sich die „Sphinx“ abgesetzt, womit die „Trivia“ als Renndritte noch auf Gesamtrang zwei hätte zurückfallen können. „Wir mussten nun zweigleisig fahren: Die ,Anitra’ hinter uns bringen und aufpassen, dass die ,Vanity’ nicht durchrutscht. Das ist uns gut gelungen, und mit Platz zwei durften wir den Gesamtsieg feiern“, freute sich Beeck, der sich über die fünf Tage wie in der Südsee wähnte.
„Einfach wunderbar, eine perfekte Veranstaltung. Nur am ersten Tag hat der Wind etwas geschwächelt“, schwärmte der Hamburger, während Westergaard, der insgesamt noch auf Rang drei zurückfiel, überhaupt keine Probleme mit dem Ausgang hatte: „So ist das eben beim Segeln. Wir hatten einfach viel Spaß hier und freuen uns auf den September, wenn wir vor Kopenhagen wieder mit den Zwölfern gegeneinander segeln.“
Nie in Zweifel stand indes der Sieg der Schweizer „YQuem II“ bei den Achtern. Das einzige Boot der Modern-Division im Feld der elf Anwärter auf den Euro Cup fuhr acht Siege in Folge heraus und überließ im Abschlussrennen den Booten der Classic- und First-Rule-Division das Feld. „Unser Boot ist den klassischen einfach überlegen. Wir können wesentlich mehr Höhe fahren, daher war der klare Sieg die Zielvorgabe“, sagte Eigner Jean Fabre. Die Schweizer hatten sich schon eine Woche vorher auf dem Kieler Revier vorbereitet. „Dadurch lief alles perfekt. Da kein weiterer moderner Achter dabei war, hatten wir aber auch keinerlei Druck. Wir sind sehr zufrieden, es war eine tolle Veranstaltung“, sagte Fabre.
29er erstmalig vor Warnemünde - Uijuijui gewinnt Langstrecke
29er, 505er, Flying Dutchman greifen bei schwachem Wind um zwei Beaufort mit ihrer Internationalen Deutschen Meisterschaft (IDM) ins Geschehen der WARNEMÜNDER WOCHE 2010 ein. „Uijuijuij“-Crew gewinnt die Regatta „Rund Bornholm“ in der ORC I Wertung nach berechneter Zeit. Melges 24 geben weiter Gas – Finn-Dinghy, J24, Korsar, OK-Dinghy und Pirat läuten ab morgen den Endspurt ein.
Aller guten Dinge sind drei! So auch in Warnemünde: derzeit messen sich die deutschen Spitzensegler des ultraschnellen Jugend-Skiffs 29er, der anspruchsvollen Zwei-Mann-Racing-Jolle 505er und der Zwei-Mann-One Design-Jolle Flying Dutchman in ihrer Internationalen Deutschen Meisterschaft auf den Regattabahnen vor Warnemünde. Der 29er ist die derzeit schnellste Jugendbootsklasse und gilt als Vorbereitungsklasse auf die olympische Bootsklasse 49er. Noch nie haben sie ihre IDM in Warnemünde ausgetragen. Zur Premiere führen in dem 41 Teams starken Gesamtstarterfeld nach drei Wettfahrten die Wunstorfer Geschwister Kim Niclas/Yannik Holste vor den süddeutschen Julia Nett/Thomas Martin aus Miesbach. Bei den 505ern lilegen nach zwei Wettfahrten Maike Schomäker/Holger Jess auf Rang eins, dicht gefolgt von den Rostocker Lokalmatadoren Lutz Stengel/Framk Feller. Der „fliegende Holländer“ unter den Einheitsklassen, die Flying Dutchman, geht mit 33 Teams an den Start. Nach drei Wettfahrten führen Peggy/Torsten Bahr das Feld an.
Heute Morgen um 5.30 Uhr war es soweit: der letzte Rund Bornholmer machte im Hafen an der Mittelmole fest. Mit einer Gesamtzeit von 64 Stunden und 30 Minuten brauchte die „Polypapps“ von Jan Treutler fast doppelt so lange wie die Erstankömmlinge „Glashäger“, die bereits am vergangenen Dienstagabend zurückgekehrt war. Aufgrund einer speziellen Umrechnungsformel kann allerdings die „Uijuijuij-Crew“ von Friedrich Hausmann den Sieg der Langstreckenregatta nach der ORC I Wertung für sich verbuchen. Die „Glashäger“ muss trotzdem nicht leer ausgehen: Für die schnellste gesegelte Zeit gibt es den „hanseboot-Pokal“ als Sonderpreis. Mit der Langstreckenregatta „Rund Bornholm“ konnte auch der Sieger der „hanseboot Open Offshore“-Regatta, die aus einer Gesamtwertung aus den Regatten „Warnemünde Cup“, „2 Up & Down“ und „Rund Bornholm“ besteht, ermittelt werden: das „Uijuijuij“-Team um Steuermann Friedrich Hausmann behauptete sich in der ORC Wertung während die „Kea“-Mannschaft um Steuermann Andreas Wenndorf in der IRC Wertung diesen Gesamtpreis gewann. In der derzeit laufenden Ranglistenregatta der Melges 24 konnte der Niederländer Henrik Hellmann mit einem Punkt Vorsprung am Deutschen Andy Vincon vorbeiziehen. Nach derzeit sieben Wettfahrten bleiben den Kontrahenten, bis zum Sonnabend, 10. Juli 2010 voraussichtlich noch drei weitere Rennen um das Blatt zu wenden.
Der, die, das Transition - mal kein Boot der Woche
Die Eierlegendewollmilchsau versuchen immer wieder Unternehmen zu entwickeln und zu verkaufen. So auch die US-Firma Terrafugia. Deren Eierlegendewollmilchsau heißt Transition und ist zu Lande und in der Luft unterwegs. Warum wir das erwähnenswert finden? Diese Eierlegendewollmilchsau wird nun in Serie produziert!
Es war auf der boot Düsseldorf im Januar 2009, als Hinnerk Weiler erstmals seinen Plan offiziell kund tat. Er wolle bald ein bisschen länger segeln gehen deutete er an und erst ein Blick auf das von ihm überreichte Kurzkonzept offenbarte, wie lange er tatsächlich auf Reise gehen wollte. Sein Zuhause sollte "Paulinchen" sein, eine IW31. Mit ihr will er 50.000 Seemeilen um die halbe Welt segeln.
Im letzten Sommer startete Hinnerk den ersten Teil seines Projekts. Um "Paulinchen" auf Herz und Nieren zu testen, segelte die beiden rund um die Ostsee.
Im Winter dann kam das große Warten. Wochenlang konnte man im Hamburger City-Sportboothafen die Flagge der Zeitschrift "Segeln" wehen sehen. Hinnerk hatte die Flagge der Zeitschrift für die er seit Jahren als Redakteur schreibt, am Mast seines Bootes gehisst. Fuhr man mit der Linie U3 in Richtung Innenstadt am Hafen vorbei, sah man mit einem Blick, dass Hinnerk noch immer auf die eisfreie Zeit wartete.
Eines schönen Tages aber war die Flagge weg und mit ihr Hinnerk und "Paulinchen". Gespannt verfolgten wir den Blog "Koje frei bis Feuerland" und die Berichte in "Segeln". Eines Tages erreichte uns ein Brief von den Azoren. Darin eine CD mit vielen Bildern der bisherigen Reise. Hinnerk hatte sie uns kurz vor seiner Atlantiküberquerung zugeschickt. Die Überquerung hat er nun schon hinter sich und erkundet derzeit das kanadische Nova Scotia.
Als am letzten Samstag, nach gut zwei Jahren Fahrt rund um die Welt, die Walross IV des Akademischen Segler Vereins Berlin in Cuxhaven festmachte, war stockmaritime Fotograf und Journalist Sebastian Höhn mit dabei. Die Berliner waren mit ihrem Walross nicht nur zwei Jahre um die Welt gesegelt, sie hatten die Yacht zuvor auch selbst gebaut. Härtetest der Holzkonstruktion war das letztjährige Sydney - Hobart Race, bei dem die Yacht erheblich beschädigt wurde. Mehr über die studentischen Abenteurer und ihre Heimkehr können Sie in Sebastian Höhns Artikel lesen.
Stets bestens informiert, immer schnell und mit tollen Themen: der Blog von Lobster One! Kennen gelernt haben wir diesen Blog im letzten Jahr bei der Berichterstattung zur Nordseewoche. Seit dem mögen wir die von uns nicht immer, aber oft geteilte Meinung dieses segelnden Zeitgenossen. Seit wir die Geschichte zum Blognamen kennen, schmunzeln wir beim Gedanken an den Namen und in dieser Woche hat uns einer seiner Berichte über die ISAF Offshore WM so gut gefallen, dass wir Ihnen diesen als unseren Link der Woche empfehlen. Woher der Blog-Name kommt, verschweigen wir aber erstmal. Zum Lobster One - Blog Bericht zur ISAF WM "Offshore" >>
40 Nachwuchskapitäne sammeln vom 8. bis 10. Juli erste Segelerfahrung
Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr geht die Aktion „ElbeKids“ vom 8. bis 10. Juli in die zweite Runde. Die hanseboot lädt in Zusammenarbeit mit dem Hamburger Abendblatt und dem Mühlenberger Segel-Club (MSC) 40 Mädchen und Jungen im Alter von acht bis zwölf Jahren zum kostenlosen Schnuppersegeln in Optimistenjollen ein.
Die Segel setzen, das Boot richtig trimmen oder Anlegen trainieren – viele spannende Spiele und praktische Übungen stehen auf dem Programm. Nach zwei Tagen Theorie und Praxis an Land und im Wasser zeigen die kleinen Kapitäne am Abschlusstag bei einem Ausflug zur Elbinsel Schweinesand, was sie alles gelernt haben. Rund zehn Segellehrer und Helfer vom MSC nehmen die jungen Skipper bei ihren ersten Segelversuchen an die Hand. Mit der Aktion „ElbeKids“ möchten die drei Partner vor allem Kinder für den Wassersport begeistern, die nicht automatisch durch ihre Familie Zugang zum Segeln haben und aus finanziellen Gründen bisher keine Segelerfahrung sammeln konnten.
IRC 88 - Jetzt auch in individuellem Design erhältlich!
In der letzten Woche haben wir unsere neue Modellyacht IRC 88 vorgestellt. Profitechnik zum Einsteigerpreis! Verstellbarer Mastfuß, verstellbarer Baumniederdrücker, profilierte Segel im 3DL-Design, fein justierbare Segelwinde und 880mm purer Segelspaß. All das ist jetzt auch in Ihrem Wunschdesign erhätlich!
Egal ob das Firmenlogo im Segel prangen soll oder nur der Bootsname und die Segelnummer: wir bauen Ihnen Ihre individuelle IRC 88 zu einem günstigen Preis. Sowohl als Deko-Objekt, Zuhause oder im Büro, als auch als Hingucker auf jedem Gewässer taugt dieses Boot, dass immer wie eine "echte" Yacht aussieht und sich höllisch gut segelt.
Geanu passend zur IRC 88 und dem Basismodell Robbe Sirius RS32 haben wir für Sie ein umfangreiches Zubehör- und Tuning-Programm zusammengestellt. Von Segeln über Decksaufkleber mit denen die Sirius noch "yachtiger" aussieht, bis hin zum kompletten Tuning-Kit mit Segeln und allen Teilen, die Sie brauchen um aus Ihrer Sirius eine IRC 88 zu machen, ist nun alles direkt online bestellbar!